Der Liegestuhl hängt da
im kalten licht der Neonröhre
er wird grad' nicht gebraucht
und deshalb an die wand geschraubt
der kalte Wind zerrt hart
an seinem Tuch aus weißem Stoff
auf diesem weiß sind ein paar Flecken
aus trocknem Blut gebroch'ner Herzen
aus Liebe und aus Liebesschmerzen
das Laken wird ersetzt
und manchmal auch gefärbt
doch bleibt er immer er
trotzt tapfer allen Flecken
allen Farben, scharfen ecken
das Neonlicht geht aus
die Dunkelheit umfängt ihn
doch lange war's dann nicht
denn die sonne geht bald auf
findet ihn geöffnet auf
und scheint
für ihn
Gewitter Erleuchtung
Die Regentropfen
ich spüre jeden einschlag
weiss ich bin da
und wiedersteh.
Das Wasser läuft an mir hinab
prallt an mir ab.
und ich steh da
und der Regen
prasselt auf
mich
Und das Licht
strömt auf
mich ein.
Erleuchtet mich
Von einer Straßenlaterne
Die Blitze zucken
und ich hör das
Rauschen.
Des Windes wie
er in mich zieht
wenn ich atme
Und ich weiss er versteht mich.
Jetzt lieg ich hier
Nass in meinem
Bett
Und ich fühle mich glücklich gesäubert
kalt und
Wie der Herr
der Welt.
Meine Decke
wärmt mich
jetzt.
Wie Welten
Regentropfen, gross wie Welten.
Gräserblätter, Wolkenkratzer.
Käfer sind die Lastwagen,
Libellen die Concords.
Sandkörner Granitblöcke
und Äste schlagen Brücken.
Über Abgründe von
mehreren dutzend millimetern.
Die Krieger dieser Welt
Töten ohne zu wissen.
Befolgen blind den Befehlen
Von denen, die in den Hügeln wohnen.
Fechten gewaltige Schlachten.
In denen Millionen sterben.
Die Schätze dieser Welt
Schillernder als die Perlen.
Lebendig, flirrend, schwebend.
Die Luft ist Voll davon.
Sandkörner aus Bergkristall
liegenüberall.
Und keiner hebt sie auf.
Gift
Jeden tropfen Gift saug ich in mich ein.
Lass es durch meine Seele fließen
und meinen Kopf vernebeln.
In meinen Ohren rauscht das Meer
betäubend.
Macht die Glieder schwer.
In meinen Träumen
heisses Feuer
Lass es brennen.
Lass es zehren.
Meine Kraft so Grenzenlos
Nichts kann mich töten nichts enstellen.
Doch eigentlich will ich nur sterben.
Liegen und vergehen.